• Kurzschluss Junkies

    Eingebettet

    Wir sind mit dem Handy unterwegs auf der Embedded World und haben uns mit Thomas getroffen. Er ist in der Hackaday Community aktiv und so haben wir uns auch getroffen. Er arbeitet beruflich mit Multicore Systeme in Sicherheitskrittischen Systemen.

    In der Kategorie Fehler machen erzählt er von seinem größten Fehler: Eine Projekt nicht angehen, weil man Angst hat, dass das Thema zu kompliziert ist. Einfach mal loslegen und machen.

    Thomas hat sein Hobby zum Beruf gemacht, somit sind Hobbyprojekte jetzt nicht mehr Gebastel. Er arbeitet auch an der Hochschule, dort bauen sie einen Roboter mit LIDAR Sensor, die Daten daraus sollen dann in der 3D Engine Unity visualisiert werden. Das kombiniert mit eines Oculus Rift ist ein interessantes Projekt. LIDAR wird zum Beispiel genutzt um 3D Modelle von großen Gebieten zu erzeugen. Das macht zum Beispiel Phoenix LiDAR

    Ein weiteres Projekt war mit dem ESP32. Er hat einen CAN-Bus Treiber entwickelt um den ESP32 als günstigen Controller mit WLAN zu verwenden.

    Ein weiteres Projekt war die Umsetzung einer realen virtuellen Realität. Dazu hat Thomas eine Stereokamera mit drei Achsen in das Führerhaus eines Spielkrans eingebaut. Dieses Telepräsenz System ist ebenfalls mit einer Oculus Rift verbunden. Somit kann der Kranführer außerhalb des Krans sein und trotzdem aus der gewohnten Perspektive den Kran führen. Dieses Projekt hat auf Hackaday einiges an Interesse ausgelöst und Thomas erzählt von seinen zwei Wochen Internet-Fame. Sogar die ESA hat sich bei ihm gemeldet. Leider ist aus diesem Projekt noch nicht mehr geworden.

    Zum Schluss haben wir noch über die Messe gesprochen. Unsere Tipps für die Besucher: Kommt früh, da gibt es noch Parkplätze. Redet mit den Leuten vor Ort über eure Projekte. Nehmt euch nicht zu viel vor, weniger ist mehr und zieht euch bequeme Schuhe an.

    Titel [0x05] Die Mischung macht’s

    Die Kurzschluss Junkies sind unterwegs und reden mit Raphael und Dominik über Ihre Erfahrungen als Berufseinsteiger, persönliche Interessen, Projekte und Weiterbildung.

    Dominik empfiehlt für kapazitive Touch-Anwendungen einen PSoC von Cypress. Für eine 1-Button Lösung hat er den AT42QT1012 ausgewählt. Dieser benötigt keine Software um einen Touch Button zu realisieren. Außerdem weist er darauf hin

    , dass eine Ground-Plane auf dem Board besser gehatched wird, also die Kupfermasse der Plane zu reduzieren. So erhält man eine gute Schirmwirkung, ohne die Signalstärke zu sehr zu bedämpfen.

    Raphael empfiehlt für FPGA-Entwicklung Evaluation Boards von Digilent (bei Amazon) und Terasic. Weiterhin erzählt er von den verschiedenen Toolchains und die Eigenheiten von Verilog und VHDL. Bei opencores.org gibt’s viele Beispiele von denen man lernen kann.

    Dominik und Raphael erzählen von den Erfahrungen als Berufseinsteiger und wie sie gelernt haben nach dem Studium Elektronik zu entwickeln. Sie geben Tipps, wie man mit dem Gefühl umgeht, keine Ahnung zu haben und wann man aufstehen und sagen soll: „Keine Ahnung, kann ich nicht.“

    Zur Weiterentwicklung nutzen wir alle das Internet, Bücher und auch Schulungen. Aber im Endeffekt ist alles Learning by Doing. Das Entwickeln von Hardware ist eine Mischung aus Wissen, Erfahrung, Interesse und Black Magic. 

    Natürlich haben wir auch über private Projekte gesprochen. 

    Raphael entwickelt gerade eine Löt-Station für Weller RT Lötspitzen. Der Grund dafür ist ein Elektor Artikel, der ihm negativ aufgefallen ist. Seine Station bekommt den STM32F103 als Mikrocontroller, hat mehrere Varianten für die Strommessungen, ein Display und eine Schnittstelle für Erweiterungen. Die Dokumentation wird dann HIER zu finden sein, wenn er damit mal angefangen hat. (Wenn da noch kein Link ist, hat er noch nicht angefangen)

    Dominik beschäftigt sich mit Word-Clocks. Er hat da schon einige gebaut, jetzt gerade baut er eine Armbanduhr-Variante mit Alu Gehäuse und super kleinen Bauteilen.

    Zum Schluss erzählt Raphael von seiner Zeit als Werksstudent in der ASIC-Entwicklung.

    Klein und unpraktisch [0x01]


    Feedback zur letzten Folge

    Was ist ein Elektronik Entwickler, bzw. was machen wir beruflich.

    Was ist die Absicht hinter diesem Podcast.

    Der Mini 3D Drucker

    Selbst entwickelter Drucker auf Basis einer Delta-Architektur. Das Gehäuse ist aus Platinenmaterial.

    Als Firmware wird Marlin mit Arduino verwendet. Der Drucker soll selbstständig losdrucken, wenn man die SD Karte einsteckt.

    Die Hardware besteht aus einem ATmega2560STSPIN220FTDI230x

    Es funktioniert bis jetzt:

    • Micro SD
    • UART
    • Programmieren über den Arduino Bootloader

    BOM Minimalisierung für das Mainboard ist ebenso geplant.

    Chip der Woche: PCA9615 von NXP

    Kleine Einführung in das Knöpfchenspiel. Das wird wohl nächstes mal genauer erklärt.